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Warum naturtrüber Apfelsaft eigentlich trüb ist – und warum das gut so ist

vor 19 Stunden
3 Min. Lesezeit

Wer eine Flasche oder eine Bag-in-Box mit naturtrübem Apfelsaft vor sich hat, kennt es: Der Saft ist nicht glasklar, manchmal setzt sich am Boden etwas ab und nach einiger Zeit sieht er vielleicht sogar ein bisschen anders aus als direkt nach dem Abfüllen.


Muss das so? Ja – und genau das gehört bei naturtrübem Apfelsaft dazu


Vom Apfel direkt zum Saft


Bei uns beginnt Apfelsaft ziemlich unspektakulär: mit Äpfeln. Die werden gewaschen, zerkleinert und anschließend gepresst. Heraus kommt zunächst ein frischer Apfelsaft, der von Natur aus nicht klar ist.

Im Saft befinden sich nämlich noch sehr feine Bestandteile des Apfels. Diese sogenannten Trubstoffe sorgen dafür, dass naturtrüber Apfelsaft seine typische, leicht wolkige Optik bekommt.

Damit der Saft haltbar wird, wird er erhitzt und anschließend abgefüllt. Aus Apfel wird also tatsächlich Saft – ohne dass er erst zu Konzentrat verarbeitet und später wieder mit Wasser vermischt werden muss.


Das nennt man Direktsaft. Genau so stellen wir auch unseren naturtrüben Apfelsaft her, den ihr bei uns im Hofladen und im Onlineshop bekommt.



Warum setzt sich unten etwas ab?

Naturtrüber Apfelsaft ist ein Naturprodukt. Deshalb kann es passieren, dass sich ein Teil der Trubstoffe mit der Zeit am

Boden absetzt.

Das ist kein Qualitätsmangel und bedeutet auch nicht, dass mit dem Saft etwas nicht stimmt.

Wer seinen Saft aus der Flasche trinkt, kann sie vor dem Öffnen einfach kurz schwenken. Bei einer Bag-in-Box ist das normalerweise gar nicht nötig – da darf der Saft einfach sein, wie er ist.

Und auch die Farbe kann sich unterscheiden. Je nach Apfelsorte, Erntezeitpunkt und Jahrgang sieht Apfelsaft mal heller, mal dunkler aus. Äpfel wachsen schließlich draußen auf dem Baum und nicht nach Farbtabelle.



Naturtrüber Apfelsaft oder klarer – was ist besser?

Das ist vor allem Geschmackssache.

Für klaren Apfelsaft werden die natürlichen Trubstoffe weitgehend entfernt. Dadurch bekommt er seine typische klare Optik. Naturtrüber Saft behält dagegen einen Teil dieser feinen Bestandteile.

Für naturtrüben Apfelsaft muss man in der Regel auch bessere Ausgangsware verwenden. Das heist keine faulen Äpfel da diese den Geschmack negativ beeinflussen können. Bei unserem naturtrüben Apfelsaft handelt es sich auch um Direktsaft. Bei diesem werden weder Zucker noch andere Zusatzstoffe zugesetz.


Wir mögen unseren Apfelsaft naturtrüb. Nicht, weil klarer Saft grundsätzlich schlecht wäre, sondern weil naturtrüber Direktsaft für uns einfach zu dem passt, was wir machen: Äpfel anbauen, ernten, pressen und daraus guten Saft machen.

So einfach kann es manchmal sein.



Schmeckt jeder Apfelsaft gleich?

Ganz und gar nicht.

Welche Äpfel in der Presse landen, macht einen deutlichen Unterschied. Manche Sorten bringen mehr Süße mit, andere mehr Säure. Einige schmecken kräftig und aromatisch, andere eher mild.

Dazu kommt: Kein Erntejahr ist exakt wie das andere. Sonne, Regen, Temperaturen und Erntezeitpunkt beeinflussen die Früchte.

Deshalb darf ein Naturprodukt auch ein bisschen nach Natur schmecken – und nicht jedes Jahr auf die letzte Geschmacksnuance identisch sein.



Und was ist jetzt das Gute am „Trüben“?

Vor allem zeigt es, dass man es mit einem wenig verarbeiteten Saft zu tun hat. Die natürliche Trübung gehört bei unserem Apfelsaft einfach dazu.

Wenn sich also beim nächsten Glas unten etwas abgesetzt hat oder der Saft nicht vollkommen gleichmäßig aussieht, besteht kein Grund zur Sorge.

Das gehört so.


Am Ende zählt sowieso das Wichtigste: Glas drunter, Hahn auf – und probieren. 🍎


Lust auf ein Glas?


Unseren naturtrüben Apfelsaft gibt's direkt vom Obsthof – praktisch abgefüllt in der Bag-in-Box.


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